In der Schweiz leben rund 330’000 Personen im Erwerbsalter, die regelmässig Familienmitglieder pflegen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben stellt eine grosse Herausforderung dar, und pflegende Angehörige leiden oft unter psychischen und körperlichen Belastungen. Angehörigenpflege kann auch zu Produktivitätsverlusten und wirtschaftlichen Ausfällen führen.

Zahlreiche Organisationen und Institutionen engagieren sich seit langem für die Angehörigenpflege. Auch der Bundesrat will die Rahmenbedingungen für betreuende und pflegende Angehörige verbessern. Er hat Ende 2014 im „Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen“ verschiedene Massnahmen vorgeschlagen und legt nun die Gesetzesänderungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung vor. Die Rechtssicherheit für pflegende Angehörige im Erwerbsalter soll gefördert und die gesellschaftliche Anerkennung der Angehörigenpflege gestärkt werden. Arbeitnehmende sollen das Recht auf einen kurzzeitigen Urlaub erhalten, um ein krankes Familienmitglied zu pflegen, und für Eltern mit schwer kranken oder verunfallten Kindern soll ein längerer Betreuungsurlaub eingeführt werden. Die Vernehmlassung der Gesetzesvorlage läuft von Ende Juni bis Mitte Oktober 2018.

Wo liegen die Chancen und Grenzen der Gesetzesvorlage? Was ist der volkswirtschaftliche Gewinn? Wie können pflegende Angehörige sinnvoll unterstützt werden? Public Health Schweiz lässt im Rahmen der Vernehmlassung unterschiedliche Seiten zu Wort kommen und möchte so einen Beitrag zur Meinungsbildung leisten.

Die Informationsveranstaltung richtet sich an Fachpersonen, Verbände, Politikerinnen und Politiker, Medienschaffende sowie an interessierte Personen aus der Bevölkerung. Bei Sandwich und Getränken können Sie sich rasch ein umfassendes Bild der Gesetzesvorlage verschaffen. Diskutieren Sie mit!